Schall-Wall, Ortsgespräche, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Sammlung Hoffmann
Wohnwagen, 8-Spur-Komposition aus Fieldrecordings, Audiokissen, Transducer, Verstärker, ca. 4 x 2 x 2 m
Der Wohnanhänger ist zu einem mobilen Hörsaal umgebaut. In seinem Inneren beher-bergt er ein großflächiges Audio-Liegekissen und mehrere Klangquellen an seinen allseitigen Flächen.
Im Liegen wird eine Komposition aus Field-recordings körperlich-räumlich wahrnehmbar. Die Komposition nutzt Störgeräusche der Mobilität, der verschiedenen Transportmittel des gegenwärtigen Fernverkehrs und verdichtet sie ästhetisch zu einem Erlebnisraum der inneren Bilder und Gefühle.
Das Charakteristikum von Infraschall ist seine langwellige Ausdauer beim Übermitteln von Schallereignissen – er überwindet weite Dis-tanzen und durchdringt Mensch und Materie. Die Sehnsucht nach Ferne zieht einen Schweif an tieffrequentem Infraschall hinter sich her, den Anliegern die erfolgten Passagen verkündend.
Diese akustischen Spuren werden vor Ort aufgezeichnet und als materialbasierte Klanginstallation zu einem Erlebnisraum der inneren Bilder und Gefühle verdichtet –
ein Transfer in Wellenform, Reflexion der Sehnsucht.